Lockangebote
Den Privaten Krankenkassen wird häufig bescheinigt, dass ihre Leistungen besser seien als die der gesetzlichen Versicherungen. Darüber hinaus sind die meisten Versicherten zudem mit dem Angebot ihres Versicherungsunternehmens durchaus zufrieden. Im Gegensatz dazu steht aber mitunter der Vorwurf, die Beiträge zur Privaten Krankenversicherung seien oftmals überteuert und würden jährlich viel zu stark ansteigen. So erschien beispielsweise am 18.12.2009 ein Bericht im Spiegel mit dem Titel „Warum der Erste-Klasse-Schutz unbezahlbar wird“, zu finden auch unter dem folgenden Link: http://www.spiegel.de/wirtschaft/soziales/0,1518,667061,00.html. Doch wie ist diese Diskrepanz zwischen dem guten Image der Privaten Krankenversicherungen einerseits und den Vorwürfen der unverhältnismäßig hohen Beiträge zu erklären? Man muss dazu zunächst wissen, dass die Privaten Versicherungen die Beiträge für ihre Versicherten nach dem Gesundheitsrisiko berechnen. Hierbei spielen die Krankengeschichte, das Alter, das Geschlecht und auch der Beruf eine entscheidende Rolle. Legt eine Versicherung nun einen neuen Tarif auf, der durch günstige Preise einen Anteil am umkämpften Markt erlangen kann, so ist dieser oftmals sehr knapp kalkuliert. Zunächst geht das Kalkulationskonzept für diesen Einzeltarif auch auf, denn zumeist werden als Zielgruppe junge, leistungsstarke Arbeitnehmer umworben, die nur niedrige Kosten verursachen. Werden die Versicherungsnehmer, die über einen Tarif zusammengefasst sind, nun älter, so steigen die Kosten, die Beiträge müssen erhöht werden. Dies wiederum führt dazu, dass keine Neuabschlüsse in diesem teuren Tarif mehr erfolgen. Da aber von Anfang an zu günstig kalkuliert wurde, steigen nun die Beiträge für die in der Gesamtheit des Tarifes immer älter werdenden Versicherten jährlich weiter an.